Taufe

Es ist für uns das Höchste, mit einer Familie und ihrem Kind/ ihren Kindern das Fest der Heiligen Taufe feiern zu dürfen. Dann wir sind mit dabei, wenn Gott mit einem von uns Menschenkindern seinen Bund für ´s ewige Leben schließt. Das ist Grundlagenbildung at it´s best. Die Taufe gibt dem Leben ein feste Richtung und unerschütterliche Basis: von da an führen wir ein Leben, dass uns zu Gott führt und bringt. Alles andere baut darauf auf, dass Gott uns in der Taufe schon sagt: in seinen Augen sind wir schon „wer“ (nicht irgendjemand) – seine Kinder! Sonst müssen wir in dieser Welt immer etwas werden und es zu etwas bringen. In der Taufe aber hat uns Gott schon an das ewige Ziel unseres Lebens herangeführt und uns zu etwas gebracht. Um es mal so zu sagen: wir müssen uns bei ihm nicht mehr lieb Kind´ zu machen, denn er erklärt uns zu seinen geliebten Kindern für Zeit und Ewigkeit. Diese Liebes- und Heilszusage zum Ausgangspunkt unseres Lebens mehr und mehr auszubauen und von daher zu leben, das ist der wundervollste Startplatz für ein ganzes (Glaubens-)Leben. Kein Fest des Lebens kann mehr Aussagekraft für uns besitzen als das, was uns die Taufe im Sakrament (Heilshandeln Gottes!) so mitgibt. Damit ist die Schlüsselfrage unseres Lebens ein für allemal erklärt: wir sind von (ewiger) Bedeutung und die Würde unseres Lebens ist für alle Fälle positiv beschieden. Die Taufe ist also die Feier des Lebens überhaupt für uns Menschen und wir können alle Eltern und Familien nur ermutigen sich für eine wahre Lebensfeier an unsere Kirchengemeinde oder die, ihrer Wahl zu wenden. Auch, wenn es sonst Schwierigkeiten, Hemmnisse geben sollte, finden wir bestimmt eine Möglichkeit, auch ihr Kind/ ihre Kinder in dieses Kraftfeld der Anerkennung Gottes hineinzustellen.

Nebenbei ist die Taufe natürlich auch noch „mehr“. Sie ist ein familiäres Begrüßungsfest für die ganze Familie nach der Geburt, wo man zusammen noch einmal ein Menschenleben ganz ausdrücklich in der Mitte seiner Lieben willkommen heißt und alle zur Mithilfe animiert, diesem Kind einen Weg ins Leben zu bereiten.

Willkommen im Leben: Es ist ein Wunder, sagt das Herz. Es ist eine große Verantwortung, sagt der Verstand. Es ist viel Sorge, sagt die Angst. Es ist eine enorme Herausforderung, sagt die Erfahrung. Es ist das größte Glück, sagt die Liebe. Es ist unser Kind, sagen wir. Einzigartig und Kostbar. Willkommen im Leben.

So geben wir unseren Kindern würdevoll das Beste mit: Gottes Segen und unser Versprechen, alles Erdenkliche für sie zu tun. So wie Jesus stellen wir zur Taufe ein Kind in den Mittelpunkt und lassen auch uns Getaufte daran erinnern, dass wir für Gott nie mehr/ etwas anderes werden müssen als ein gutgläubiges, vertrauensvolles Gottes-kind. Und da, wo man angenommen ist, da ist man zu Hause; darum sind wir nirgendwo mehr daheim als bei Gott. Unser Herz weiß das. So freuen wir uns über einen Kontakt zu ihnen mit diesem Ansinnen und hoffen, dass sie unsere kleine Materialsammlung in den folgenden Untermenüs bereits auf den Weg bringen kann. Mehr aber und vor allem ganz persönlich soll das in einem Taufgespräch (gerne auch mit den designierten Paten (Kirchenmitglieder) und Taufzeugen (Nichtkirchenmitglieder) geschehen, wenn wir gemeinsam das Taufmerkblatt durchgehen, um ihre persönliche Tauffeier zu kreieren. Vorzugsweise tun wir das in der Pfarrverbandsgemeinde ihrer Wahl im Rahmen eines Sonntagsgottesdienstes, denn ein Kind wird ja auch in die Gemeinschaft der Glaubenden hinein“getauft“! Sollte es aber unabdingbar sein, dann finden wir gewiß auch eine alternative Terminansetzung.


Inspirationen zur Taufe
und zum Leben mit Kindern

Eines Tages sagte Gott zu den Engeln: „Ich habe eine Idee. Ich werde eine Familie schaffen.“ Ein Engel fragte: „ Was ist denn eine Familie?“ „Ich bin richtig begeistert von dieser Idee“, entgegnete Gott. „ Natürlich bin ich von allen meinen Ideen begeistert. Wenn man Gott ist, hat man eben nie eine schlechte Idee. Das ist das Tolle daran, Gott zu sein. Aber diese Idee ist etwas ganz Besonderes. Familiesoll der Weg sein, wie Menschen miteinander in Liebe verbunden sein können. Erwachsene Menschen werden sich freiwillig melden, um sich um ein fremdes kleines Menschlein zu kümmern.“„Werden sie dafür bezahlen?“, erkundigte sich der Engel. „Nein, ganz im Gegenteil, das fremde Menschlein wird sie sogar eine Menge Geld kosten. Nicht nur das, sondern am Anfang kann das fremde Menschlein noch nicht einmal sprechen. Es weint und schreit nur, und die Erwachsenen müssen dann raten, was das Menschlein ihnen sagen möchte. Es raubt ihnen den Schlaf. Es macht ständig irgendeine Sauerei, die man sauber machen muss. Es ist äußerst zerbrechlich. Man muss rund um die Uhr auf das Menschlein aufpassen. Wenn es dann zwei Jahre alt ist, lernt es Wörter wie „nein“ und „meins“ und bekommt Wutanfälle. Und wo ich schon dabei bin, sollte ich vielleicht auch gleich die Pubertät mit erfinden. Ich bin mir da noch nicht so sicher, aber wenn ich den Plan durchziehe, dann bekommen die Menschlein so kleine komische Dinger, die Hormone genannt werden und völlig verrückt spielen. Merkwürdige Sachen passieren dann mit ihrem Körper. Sie bekommen Pickel, ihre Stimme bricht und ihr limbisches System läuft heiß. Dann werden sie erwachsen, und gerade wenn sie ausgereift und gut aussehend und interessant sind und einen positiven Beitrag leisten können, ziehen sie aus. So habe ich mir das vorgestellt. Was haltet ihr davon?“ Die Engel blickten betreten auf ihrer Füße und suchten nach Ausflüchten. Wer soll es ihm sagen?, denken sie. Herr, wer würde sich denn für so etwas freiwillig melden?Warum würden sie so etwas tun wollen? Da bricht Gottes Begeisterung erst richtig aus ihm heraus. „Sie wissen nicht, warum sie von diesem kleinen Menschlein so angetan sind. Sie schauen sich das kleine Körperchen an, diese kleinen Hände und Füße, und finden das fremde Menschlein wunderhübsch, obwohl es so wie jedes andere Baby aussieht und alle Babys so aussehen wie Winston Churchill. Dann lächelt der kleine Fremde sie eines Tages an, und für sie ist das so, als hätten sie im Lotto gewonnen.Der kleine Fremde sagt irgendwann „Dada“ und „Mama“, aber zuerst „Dada“, weil Papas so aufopferungsvoll und großmütig sind, und so ….wie ich sie liebe! Obwohl, Mamas sind auch gut. Auf jeden Fall sagt der Kleine irgendwann „Dada“ und „Mama“, und dann öffnen sich diese kleinen Ärmchen und Händchen und strecken sich aus und schlingen sich um den Nacken des Erwachsenen, und dem Erwachsenen kommt das so vor, als verstehe er zum ersten Mal, warum Arme und Hände erschaffen wurden. Er versteht, dass es um Gnade geht. Die neue Generation erfährt somit, dass sie wertvoll ist und dazugehört, bevor sie auch nur eine einzige Sache getan hat, um sich all das zu verdienen. Und die alte Generation lernt, dass sie gewinnt, indem sie weg gibt. Wenn sie am meisten gibt, gewinnt sie auch am meisten.

Und dann sage ich ihnen eines Tages: Menschen, ich bin euer Vater. Ihr seid meine Tochter, ihr seid mein Sohn. Dann verstehen sie, was ich damit meine, und strecken mir ihre Arme entgegen.“

   

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

  Offenbarung 21,6