Eintreten

Die Taufe begründet die Zugehörigkeit zum Volk Gottes und in der Folge zur sichtbaren Kirche. Bei einem Übertritt aus einer anderen Konfession wird die Taufe deswegen nicht wiederholt.

Wer noch nicht getauft ist und Mitglied der evangelischen Kirche werden möchte, wird nach einer Einführung in die christliche Lehre getauft. Der Pfarrer oder die Pfarrerin der Gemeinde gibt Auskunft über Möglichkeiten einer solchen Einführung.

Wiedereintreten

Wer aus der evangelischen Kirche ausgetreten ist, aber wieder eintreten möchte, kann diesen Schritt bei einem Pfarrer oder einer Pfarrerin vollziehen, oder sich an ein Propsteibüro oder eine Kircheneintrittsstelle wenden. Vor dem Wiedereintritt ist das Gespräch mit einem Pfarrer vorgesehen. Dabei geht es um die Vergewisserung, dass der Eintritt eine bewusste Entscheidung ist. Die Wiederaufnahme kann in einem Gottesdienst gefeiert werden, oder in einer kurzen Zeremonie in Gegenwart von zwei Mitgliedern des Kirchenvorstandes. Mitglied der Kirche wird man durch die Taufe. Wer getauft ist, gehört zur Gemeinschaft mit Jesus Christus und zur Gemeinschaft derer, die an Jesus Christus glauben. Es gibt also keinen Austritt aus der Gemeinschaft der Gläubigen. Deshalb findet auch beim Wiedereintritt keine zweite Taufe statt. Wenn man in Deutschland von Kirchenaustritt spricht, ist lediglich der steuerrechtliche Verwaltungsakt gemeint, bei dem Getaufte erklären, dass sie nicht mehr zu ihrer Religionsgemeinschaft gehören wollen.

Übertreten

Wer einer anderen christlichen Konfession angehört und in die evangelische Kirche eintreten will, muss zuvor aus der bisherigen Kirche austreten. Die Taufe wird bei einem Eintritt in die evangelische Kirche nicht wiederholt. Sofern der Eintretende nicht getauft ist, geschieht die Aufnahme in die evangelische Kirche durch die Taufe. Über den Konfessionswechsel eines getauften Kindes bis zum 14. Lebensjahr entscheiden nach der deutschen Rechtsprechung die Eltern oder Erziehungsberechtigten. Allerdings kann der Wechsel nicht gegen den Willen des Kindes geschehen, wenn es das zwölfte Lebensjahr erreicht hat.

   

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

  Offenbarung 21,6